Volkswagen Sachsen VW-Vorstand muss Produktion an allen sächsischen Standorten sichern

Nach den Beschlüssen des VW-Aufsichtsrats vom 03. September haben die IG Metall und die Betriebsräte in Sachsen ihre Forderungen an den Volkswagen-Vorstand formuliert. Unverzichtbar ist für sie der Erhalt der Produktion in allen Werken in Sachsen genau wie in den anderen Regionen.

7. September 2026 7. September 2026


Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Nach der Einigung im VW-Aufsichtsrat steht der Vorstand in der Pflicht, alles zum Erhalt der Produktion an allen Standorten zu tun. Das Werk in Zwickau ist hocheffizient. Die Beschäftigten liefern jeden Tag hervorragende Arbeit ab und sind gegenüber dem Management mehrfach in Vorleistung getreten. Sie fordern völlig zu Recht eine langfristige Perspektive genau wie die Kolleginnen und Kollegen an den anderen sächsischen Standorten in Chemnitz und Dresden. Gemeinsam mit den Belegschaften wird die IG Metall alle Hebel in Bewegung setzen, um den VW-Beschäftigten in allen Werken eine gute Zukunft über 2030 hinaus sichern – in Sachsen genau wie in allen anderen Regionen. Jegliche Schließungspläne stoßen auf unseren entschiedenen Widerstand.“ 

Mario Albert, Betriebsratsvorsitzender VW Zwickau: „Für unseren Standort hat sich durch die Entscheidungen vom 03. September zunächst nichts Grundsätzliches geändert. Die entscheidende Frage, wie es für Zwickau langfristig weitergeht, bleibt offen. Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen Klarheit und eine verlässliche Perspektive über 2030 hinaus. Wir erwarten vom Vorstand, dass dafür tragfähige Lösungen gefunden werden. Dabei geht es nicht nur um die Zukunft unseres Fahrzeugwerkes. Es geht um Arbeitsplätze und weit mehr als unser Werk. Es geht um die Zukunft einer ganzen Region. Dafür werden weiter mit aller Kraft kämpfen.“

Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau: „Die Zukunft des Werkes ist auch nach der Aufsichtsratssitzung ungeklärt. Wir nehmen zur Kenntnis, dass über die Zukunft der Standorte in kurzer Zeit entschieden werden wird. Dafür gibt es einen vereinbarten Rahmen mit Kostenzielen auf der einen und Zukunftsperspektiven auf der anderen Seite. Die Beschäftigten haben ihre Verpflichtungen erfüllt. Wir erwarten und wir bestehen darauf, dass alle sich an die geschlossenen Verträge halten.“

Olaf Glöckner, Betriebsratsvorsitzender im Volkswagen Motorenwerk Chemnitz: „Auch wenn es in der Aufsichtsratssitzung keinen Beschluss zu Werksschließungen gab, ist die große Verunsicherung bei unseren Kolleginnen und Kollegen geblieben! Es betrifft dabei nicht nur die Beschäftigten bei Volkswagen. Eine solche Entscheidung führt zu einem Desaster für ganze Regionen. Das zu verhindern, muss jetzt das oberste Ziel aller Beteiligten, ob Vorstand, Anteilseigner, Politik und natürlich auch von uns, sein! Wir brauchen kluge Entscheidungen zu langfristig tragfähigen Perspektiven an allen Standorten. Und da sind jetzt die Verantwortlichen einmal mehr aufgefordert, diese zu liefern!“

Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz: „Der Aufsichtsratsbeschluss vom 3. September ändert nichts an den Rahmenbedingungen des Volkswagen Motorenwerks Chemnitz. Für die Beschäftigten bleiben die grundlegenden Herausforderungen am Standort bestehen. Deshalb müssen wir weiterhin für eine langfristige Auslastung und eine sichere Zukunft des Produktionsstandortes Chemnitz kämpfen. Das Motorenwerk Chemnitz zählt zu den erfolgreichsten und effizientesten Werken im Volkswagen-Konzern. Diese Stärke muss jetzt mit den vielen Vorschlägen und guten Konzepten der Beschäftigten verbunden werden, um zusätzliche Produkte und Zukunftsperspektiven für den Standort zu gewinnen.“

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender der Gläsernen Manufaktur Dresden: „Mit den Entscheidungen vom 3. September im Aufsichtsrat der VW AG sind Rahmen geschaffen worden. Nun gilt es, diese für alle Standorte in Sachsen und Deutschland mit realem Leben und Produkten zu füllen und sichtbar in Umsetzung zu bringen und damit Klarheit für die Beschäftigten zu schaffen. Dies wird in den nächsten Wochen und Monaten von allen sehr viel Kraft und Energie abverlangen und gegebenenfalls eindrucksvolle Aktionen von uns Beschäftigten brauchen.“

Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden-Riesa: „Der Vorstand muss jetzt endlich seine Arbeit machen und für alle VW-Standorte tragfähige Konzepte erarbeiten. Die Belegschaften und die IG Metall stehen über alle Standorte hinweg geschossen zusammen und werden gemeinsam für die Interessen der Beschäftigten kämpfen. Wir werden sehr deutlich machen, dass alle sächsischen Volkswagenstandorte eine gute Zukunft im Konzern haben müssen.“

Mike Rösler, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Volkswagen Sachsen: „Die Zukunft unseres Fahrzeugwerkes in Zwickau ist eine der entscheidenden Fragen für Volkswagen Sachsen. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben hier über viele Jahre bewiesen, was sie können. Sie leisten hervorragende Arbeit, sind flexibel, hoch qualifiziert und haben immer wieder gezeigt, dass sie bereit sind, Veränderungen mitzugehen und Zukunft mitzugestalten. Dieses Engagement verdient eine verlässliche Perspektive. Wir erwarten deshalb vom Vorstand tragfähige Lösungen, die Zwickau auch über 2030 hinaus eine starke Zukunft innerhalb des Volkswagen-Konzerns ermöglichen. Gleichzeitig ist für uns klar, dass alle sächsischen Volkswagenstandorte auch künftig ihren festen Platz im Konzern haben müssen.“

 Für Rückfragen: Markus Sievers, 0151 29 23 11 82