Bei einem gemeinsamen Tariffrühstück am 19. Juni machten die Kolleginnen und Kollegen von Luplow und Karge klar, was sie von der anstehenden Tarifrunde erwarten: spürbar mehr Geld im Portemonnaie.
An der aktiven Frühstückspause nahmen alle Beschäftigten teil, die an diesem Tag nicht auf Montage waren. Stefanie Jahn, Geschäftsführerin der IG Metall Oranienburg-Potsdam, erläuterte den Anwesenden die aktuellen Tarifforderungen der IG Metall.
Diese sehen wie folgt aus: Sechs Prozent mehr Entgelt, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und eine Entlastung der Beschäftigten mit einer finanziellen und zeitlichen Komponente.
Nach mehreren Verzögerungen haben die IG Metall und die der Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg den 30. Juni 2026 als ersten Verhandlungstermin vereinbart. „Unsere Forderungen liegen bei den Arbeitgebern seit Monaten auf dem Tisch“, so Stefanie Jahn. „Ich hoffe sehr, dass die Arbeitgeberseite bereits beim ersten Treffen ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt.“
In den vergangenen Monaten gab es bereits einige Tarifabschlüsse im Metallhandwerk, beispielsweise für Niedersachsen/Bremen, Rheinland/Rheinhessen, Sachsen-Anhalt, das Saarland und Hamburg. „Es wird Zeit, dass wir in Berlin-Brandenburg endlich nachziehen“, betonte Stefanie Jahn. „Wir brauchen verlässliche Perspektiven.“ Annähernd ein Drittel der Kolleginnen und Kollegen denke über einen Jobwechsel nach, so Jahn. Sie unterstrich: „Fachkräfte können wir nur mit klaren Perspektiven, Tarifbindung, angemessenen Entgelten und guten Arbeitsbedingungen halten.“