Pressemitteilung vom 29. Juni 2026 Tarifverhandlungen im Metallhandwerk starten am 30. Juni: Beschäftigte fordern sechs Prozent mehr

Die Beschäftigten im Metallhandwerk sind bereits ungeduldig: Am Dienstag, 30. Juni 2026, beginnen nach längeren Verzögerungen endlich die Verhandlungen zwischen der IG Metall und dem Landesinnungsverband über einen neuen Tarifvertrag für das Metallhandwerk in Berlin und Brandenburg.

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Mit Protestaktionen in Form von aktiven Mittagspausen oder Tariffrühstücken vor den Werktoren haben Belegschaften in mehreren Betrieben – beispielsweise bei Hellmers Fahrzeugbau in Wittstock/Dosse, Metallbau Windeck in Rietz und Metallbau Luplow & Karge in Werder – in den vergangenen Wochen bereits deutlich klargemacht, was sie von der anstehenden Tarifrunde erwarten: spürbar mehr Geld! Die IG Metall fordert für die Kolleginnen und Kollegen: Sechs Prozent mehr Entgelt, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und eine Entlastung der Beschäftigten mit einer finanziellen und zeitlichen Komponente.

 „Unsere Forderungen liegen bei den Arbeitgebern seit Monaten auf dem Tisch“, sagt Stefanie Jahn, Geschäftsführerin der IG Metall Oranienburg-Potsdam und Mitglied der Verhandlungskommission. „Unsere Forderungen für die aktuelle Tarifrunde sind realistisch und notwendig. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten, dass die Arbeitgeber auf ihre Forderungen eingehen.“

Falls die Arbeitgeberseite die Verhandlungen blockieren sollte, seien die Kolleginnen und Kollegen zu weiteren Aktionen bis hin zu Warnstreiks bereit, so Jahn weiter. 

 Ralf Köhler, Verhandlungsführer der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen, sagt: „Die Arbeitgeber sollten mit einem verhandlungsfähigen Angebot konstruktive Tarifgespräche ermöglichen. Die Beschäftigten haben klare Erwartungen und diese Handwerksbranche benötigt dringend attraktivere Bedingungen, um gute Leute zu finden und halten zu können.“

 In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrere Tarifabschlüsse im Metallhandwerk, beispielsweise für Niedersachsen/Bremen, Rheinland/Rheinhessen, Sachsen-Anhalt, das Saarland und Hamburg. „Es wird Zeit, dass wir in Berlin-Brandenburg endlich nachziehen“, betont Stefanie Jahn. „Fachkräfte können wir nur mit verlässlichen Perspektiven, Tarifbindung, angemessenen Entgelten und guten Arbeitsbedingungen halten.“



Pressemitteilung vom 29.06.2026