VW Aktionstag Sicherheit für VW-Arbeitsplätze: Beschäftigte demonstrieren gegen Kahlschlagspläne

Bundesweiter VW-Aktionstag: Auch an allen drei sächsischen Standorten protestierten die Beschäftigten heute gegen die Kahlschlagspläne des Vorstandes. IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto forderte in Dresden den VW-Vorstand auf, die Arbeitsplätze in Zwickau, Chemnitz und Dresden zu sichern.

VW Zwickau


An diesem Donnerstag traten zeitgleich zur Aufsichtsratssitzung des VW-Konzerns bundesweit VW-Kolleginnen und -Kollegen vor die Werke, um gegen angedrohte Stellenstreichungen und Werksschließungen zu protestieren. In Sachsen demonstrierten sie an allen drei Produktionsstandorten. Zudem beteiligten sich im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen auch die Beschäftigten von Porsche in Leipzig und von Cariad in Berlin an den Aktionen.

 Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, sagte auf einer Kundgebung vor VW-Beschäftigten in Dresden: „Die Volkswagen-Werke in Zwickau, Chemnitz und Dresden bilden das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft. Sie sind unverzichtbar für die Zukunft einer ganzen Region. Wer auch nur einen Standort in Frage stellt, stößt auf den entschiedenen Widerstand der IG Metall und der Beschäftigten.  

Die Kolleginnen und Kollegen in Zwickau, Chemnitz und Dresden sind zu Recht wütend über die Art und Weise, wie hier ihre Zukunft bedroht wird. Die IG Metall wird im Schulterschluss mit den Belegschaften mit aller Macht jeden neuen Abbau-Plänen entgegentreten. Wir werden Werksschließungen nicht hinnehmen – nicht hier in Sachsen und nicht an den anderen Standorten in Deutschland.“

 An das Management gerichtet erklärte der IG Metall-Bezirksleiter: „Hören Sie auf, tausende Menschen und ihre Familien zu verunsichern. Machen Sie Schluss mit den Angriffen auf Beschäftigte, mit den Attacken auf Mitbestimmung und Standorte. Stellenstreichungen oder gar das Aus für komplette Werke lösen keine Probleme und führen das Unternehmen nicht in eine bessere Zukunft – ganz im Gegenteil. Die Beschäftigten haben die Krise nicht verursacht, sie sind nicht verantwortlich für Absatzprobleme in China oder eine falsche Modellpolitik. Werden Sie Ihrer Verantwortung gerecht und sorgen Sie für wettbewerbsfähige Produkte und Technologien. Das sichert die Zukunft des Unternehmens und nicht der Abbau immer weiterer Arbeitsplätze.“ 

Anlässlich der bundesweiten Protestaktionen sagte die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner: „Im ganzen Land haben die Kolleginnen und Kollegen heute die klare Ansage gemacht: So nicht! Sie haben geackert, sie haben Zugeständnisse gemacht. Statt sich diese Leistung zum Vorbild zu nehmen, konfrontiert der Vorstand die Beschäftigten mit neuen Abbauplänen. Die Wut und Verunsicherung, die dadurch entsteht, ist verständlicherweise groß. Es braucht neue Ideen und Konzepte, wie die Werke ausgelastet werden, sinnvolle Überlegungen des Unternehmens. Synergien zwischen den Marken müssen endlich ausgeschöpft werden, Produkte zukunftsfest geplant werden. Die Politik wiederum muss mit konsequenter Industriepolitik und Schutz vor unfairem Wettbewerb für die besten Voraussetzungen sorgen.“ 

Die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo erklärte: „Zehntausende Kolleginnen und Kollegen bei uns haben Angst um ihre Zukunft. Und zwar ganz konkret darum, wie es mit dem eigenen Arbeitsplatz weitergeht, aber auch um die Zukunftsfähigkeit von Volkswagen. Für sie reiht sich mit Blick in die Medien seit Wochen eine Negativ-Schlagzeile an die andere. Fast immer geht es dabei nur um Werksschließungen und einen Stellenabbau von historischem Ausmaß. Das macht etwas mit der Seele der Belegschaft. Der Konzernvorstand lässt all das laufen, anstatt sich vor die Belegschaft zu stellen und mit guter eigener Arbeit endlich mal dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit Volkswagen als Antrieb für die Mobilität der Zukunft begreift und nicht als Totengräber für die eigenen Standorte. Umso dankbarer bin ich für die Aktionen vom heutigen Donnerstag, die als Signal der Geschlossenheit von all unseren Standorten ausgehen: Betriebsräte und Vertrauensleute stehen bereit, um den Vorstand wo nötig in die Schranken zu weisen und zusammen mit der Belegschaft an seine eigentlichen Aufgaben zu erinnern.“

 



PM VW Aktionen

VW Zwickau

VW Zwickau

Bildungsinstitut Zwickau

VW Aktionstag Dresden

Aktionstag VW Dresden

Jan Otto

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VW Aktionstag Chemnitz

VW Chemnitz

Aktionstag VW Chemnitz

Porsche Leipzig Aktion

Cariad Berlin