Stahl Stahl Boxenstopp Berlin am 12. Juni 2026

Unsere Stahlindustrie steht unter Druck. Es geht um Arbeitsplätze, Standorte, Zukunftsperspektiven. Deswegen machen wir Druck - mit dem Boxenstopp am 12. Juni 2026.

Stahl ist Zukunft


Deutschland braucht eine starke Stahlindustrie. Und die Beschäftigten verlangen völlig zu Recht verlässliche Perspektiven für ihre Zukunft. Die IG Metall plant deshalb einen „Boxenstopp Stahlindustrie“ mit zentraler Kundgebung vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin:

• Demonstrationszug am 12. Juni um 10:00 Uhr vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium 

• Kundgebung beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin: 12. Juni 2026, 11:00 Uhr

Diese Kundgebung wollen wir gemeinsam mit Euch zu einem sichtbaren und kraftvollen Signal machen – aus den Betrieben heraus, laut, entschlossen und solidarisch, um unseren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen, denn bei vielen Regelungen bremst uns das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche aus.

Unsere wichtigsten Forderungen

  • Energiepreise runter, Industrie stärken!
  • Kein Platz für Dumpingstahl!
  • Unsere Arbeit zählt - unsere Jobs bleiben!

Ganz konkret heißt das: 

  • Industriestrompreis:

Die jetzige Regelung greift zu kurz und führt nicht zu einem wettbewerbsfähigen Industriestrompreis! Daher fordern wir nach wie vor einen wirksamen und wettbewerbsfähiger Industriestrompreis in Höhe von 5 Cent/kWh all inklusive, der den Namen auch verdient!

  •  Local Content:

Der Vorschlag zum Industrial Accelerator Act der EU soll die Industrie stärken, bringt der Stahlbranche in der jetzigen Form aber wenig: Stahl wird zwar in Europa als strategischer Sektor eingestuft, wird aber nicht bevorzugt behandelt. Ab 2029 sollen 25 Prozent klimafreundlicher Stahl eingesetzt werden – auch chinesische Importe zählen mit. Das kann und wird europäische Hersteller benachteiligen. Wir fordern deshalb: Stärkerer Schutz für unseren europäischen Stahl und klare Regeln zur Herkunft.

  •  Weiterer Handelsschutz:

Die strikten Importquoten in Kombination mit wirksamen Zöllen sind die richtige Antwort auf den verzerrten Wettbewerb. Aber Handelspolitik allein wird die Zukunft der Stahlindustrie nicht sichern! Nach wie vor werden jährlich noch ca. 4 Mio. Tonnen russischer Brammen in die EU geliefert. Wir fordern daher ein konsequentes Importverbot für russische Stahlvorprodukte und strengere europäische Schutzmaßnahmen.

Je stärker wir auftreten, desto größer der politische Druck – für sichere Arbeitsplätze, für gute Industriepolitik und für eine Zukunft der Industrie in Deutschland.

Lasst uns den 12. Juni zu einem gemeinsamen, kraftvollen Auftritt der IG Metall machen.

Stahl hat Zukunft