Pressegespräch zu VW Sachsen IG Metall: VW in Zwickau muss bleiben

Die IG Metall hat den VW-Vorstand aufgerufen, seine Kahlschlagspläne zurückzunehmen. IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto erklärte auf einer Pressekonferenz: „Die Proteste in dieser Woche waren erst der Anfang, wenn das Management in Wolfsburg tatsächlich das Werk in Zwickau dichtmachen möchte."

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Am Donnerstag hatten sich bundesweit VW-Beschäftigte vor den Werken versammelt, um zeitgleich zur Sitzung des Aufsichtsrats gegen einen weiteren Stellenabbau und das Aus für ganze Standorte zu demonstrieren. In Sachsen nahmen Volkswagen-Kolleginnen und Kollegen aus Zwickau, Chemnitz und Dresden an den Aktionen teil, ebenso wie Porsche-Beschäftigte in Leipzig. In Berlin gingen die Beschäftigten von Cariad auf die Straße.

 Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „VW in Zwickau muss bleiben. Alles, was wir aus Wolfsburg vom Vorstand hören, ist eine einzige Kampfansage hochbezahlter Manager an ihre Beschäftigten. Die IG Metall steht bereit, gemeinsam mit den Belegschaften und ihren Betriebsräten diesen Konflikt zu führen. Die Kolleginnen und Kollegen in Zwickau und ihre Familien lassen sich nicht einfach abwickeln und wie eine Nummer aus der Konzernbilanz streichen. Die Beschäftigten aller Konzernstandorte stehen solidarisch und geschlossen zusammen, um ihre Arbeitsplätze und die Standorte zu verteidigen.“

Mario Albert, Betriebsratsvorsitzender VW Zwickau: „Dieses Vorgehen des VW-Vorstandes ist ein Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen hier in Zwickau. Wer unsere Arbeitsplätze und unseren Standort attackiert, greift tausende Menschen, eine ganze Stadt und eine ganze Region an. Mit diesen Plänen treibt das VW-Management ganz Westsachsen in den Niedergang. Dies können wir nicht hinnehmen, dies werden wir nicht hinnehmen. Zwickau ist seit über 100 Jahren Autostadt. Niemand kann sich unsere Stadt ohne das Autowerk vorstellen.“

Olaf Glöckner, Betriebsratsvorsitzender im Volkswagen Motorenwerk Chemnitz: „Wir stehen solidarisch zusammen, um alle Werke in Sachsen und anderen Regionen zu verteidigen. Auch hier in Chemnitz sind die Kolleginnen und Kollegen geschockt von der Härte und Brutalität, mit der das VW-Management die Axt an Arbeitsplätze, an Existenzen und Zukunftsaussichten setzt. Dem werden wir uns zusammen mit den Belegschaften der anderen Werke mit aller Kraft entgegenstellen.“

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender der Gläsernen Manufaktur Dresden: „Beschäftigte sind mehr als ein Kostenfaktor. Hinter jedem Arbeitsplatz stehen Menschen, ihre Familien und die Zukunftsaussichten einer Region. Niemand sollte die Geschlossenheit der VW-Beschäftigten unterschätzen. Wir werden gemeinsam für jeden Arbeitsplatz und für jeden Standort kämpfen.“



PM Pressegespräch zu VW Sachsen