Bei hochsommerlichen Temperaturen, Bockwürstchen und kalten Getränken diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall Oranienburg-Potsdam und die Kollegen vor dem Werk angeregt über die aufgestellten Forderungen der IG Metall. Einigkeit herrschte vor allem in einem Punkt: Die Beschäftigten bei Windeck wollen vor dem Hintergrund der stark steigenden Lebenskosten so schnell wie möglich spürbar mehr Geld im Portemonnaie.
Stefanie Jahn, Geschäftsführerin der IG Metall Oranienburg-Potsdam, betonte, dass es von der Arbeitgeberseite nichts geschenkt gebe. Sie erläuterte den Anwesenden die aktuellen Tarifforderungen der IG Metall. Diese sehen wie folgt aus: Sechs Prozent mehr Entgelt, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und eine Entlastung der Beschäftigten.
Nach mehreren Verzögerungen haben die IG Metall und die der Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg Dienstag, den 30. Juni 2026, als ersten Verhandlungstermin vereinbart. „Unsere Forderungen liegen bei den Arbeitgebern seit Monaten auf dem Tisch“, so Stefanie Jahn. „Ich hoffe sehr, dass die Arbeitgeberseite schon beim ersten Treffen ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt.“
In den vergangenen Monaten gab es bereits einige Tarifabschlüsse im Metallhandwerk, beispielsweise für Niedersachsen/Bremen, Rheinland/Rheinhessen, Sachsen-Anhalt, das Saarland und Hamburg. „Es wird Zeit, dass wir in Berlin-Brandenburg endlich nachziehen“, betonte Stefanie Jahn. „Wir brauchen verlässliche Perspektiven.“ Sie unterstrich: „Fachkräfte können wir nur mit klaren Perspektiven, Tarifbindung, angemessenen Entgelten und guten Arbeitsbedingungen halten.“
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