Tarifbewegung Metall+Elektro-Industrie Starker Abschluss der ersten Warnstreikwoche

Mit lautstarken Protesten der Beschäftigten in Berlin, Brandenburg und Sachsen ist die erste Warnstreik-Woche in der Metall- und Elektroindustrie zu Ende gegangen.

Otis + Everllence + GEA in Berlin

6. November 2026 6. November 2026


IG Metall-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Jan Otto: „Jetzt liegt es an den Arbeitgebern, sich in der kommenden Woche nach drei ergebnislosen Runden zu bewegen.“

Auch an diesem Freitag zog die Warnstreik-Welle durch den ganzen Bezirk. In Chemnitz versammelten sich Warnstreikende von Thyssenkrupp Dynamic Components, der Siemens AG und den Siemens-Niederlassungen zu einer Kundgebung. In Leipzig nahmen Beschäftigte von STILL, Kone, Siemens AG, Bosch Sicherheitssysteme, Schindler Aufzüge, TK Elevator und Otis an einem digitalen Warnstreik teil. In Berlin traten die Belegschaften von Otis, Everllence und GEA Refrigeration gemeinsam in den Ausstand. Seit Ende der Friedenspflicht legten im Bezirk Berlin, Brandenburg und Sachsen fast 12.000 Beschäftigte der tarifgebundenen Betriebe der Metall- und Elektroindustrie die Arbeit nieder.

Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Was die Metallerinnen und Metaller in der ersten Warnstreikwoche gezeigt haben, ist großartig. In der kommenden Woche haben die Arbeitgeber die Gelegenheit, mit einer spürbaren Bewegung Fortschritte am Verhandlungstisch zu ermöglichen. Die Botschaft dieser Woche ist aber auch: Die Kolleginnen und Kollegen stehen bereit, um nachzulegen und den Druck noch einmal zu erhöhen.“