Aktionstag Autoindustrie Zukunft statt Kahlschlag: Beschäftigte machen Druck für starke Autoindustrie

Eindrucksvolle Demonstration der Beschäftigten: Tausende Kolleginnen und Kollegen protestieren heute in Berlin, Brandenburg und Sachsen gegen den Kahlschlag in der Autoindustrie. Für sichere Arbeitsplätze in ihren Betrieben in Ostdeutschland.

Aktionstag Chemnitz

21. September 2026 21. September 2026


Allein in Zwickau wollen am Nachmittag mehrere tausende VW-Beschäftigte gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und Politikerinnen und Politiker auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Es reicht! Zukunft oder Widerstand“ treten sie für den Erhalt des Standortes und der Arbeitsplätze ein. In Berlin demonstrieren Kolleginnen und Kollegen der Autoindustrie und Zulieferer vor zahlreichen Betrieben vom Mercedes-Benz-Werk in Marienfelde über IAV und Cariad bis MBition. In Brandenburg protestieren Beschäftigte von ZF-Getriebe in Brandenburg an der Havel, von Mahle in Wustermark und vom Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde gegen Einschnitte wie unbezahlter Mehrarbeit und einem Ende der 35 Stunden-Woche. In Sachsen reicht die Protest-Welle von den VW-Werken in Chemnitz, Dresden und Zwickau über die Karosseriewerke Dresden bis zu Accumotive in Kamenz. Auch in zahlreichen weiteren Betrieben beteiligen sich die Belegschaften am bundesweiten Aktionstag der IG Metall.

Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Zehntausende Arbeitsplätze sind bereits vernichtet. In zahlreichen Betrieben treibt die Kolleginnen und Kollegen der Autowerke und Zulieferer die Sorge um ihre Zukunft um. Mit den Aktionen überall in unserer Region und in ganz Deutschland senden die Beschäftigten sehr laut und sehr klar die Botschaft aus: Jetzt reicht´s! Jahrelang haben die Manager die Trends in der E-Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik verschlafen. Jetzt wollen sie ihre Belegschaften dafür bezahlen lassen. Das lassen wir nicht zu. Wir fordern Investitionen in die Zukunft, Innovationen und Qualifizierung. Es muss Schluss sein mit Kahlschlag, Standortschließungen und Verlagerungen.“