Abschluss Metallhandwerk Beschäftigte im Metallhandwerk bekommen 3,85 Prozent mehr

Die IG Metall und der Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg haben eine Einigung über einen neuen Tarifvertrag für das Metallhandwerk in Berlin und Brandenburg erzielt. Damit erhalten die Kolleginnen und Kollegen ab dem 1. Juli 3,85 Prozent mehr Geld. Hinzu kommt eine Einmalzahlung.

Warnstreik Metallhandwerk


Konkret heißt das: Das Eckentgelt steigt um 65 Cent je Stunde auf 17,55 Euro. Für den Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro, die spätestens im September 2026 ausgezahlt wird. Die Ausbildungsvergütungen steigen in allen Ausbildungsjahren ab dem 1. Juli 2026 um 50 Euro im Monat. Ein Auszubildender im ersten Ausbildungsjahr erhält dann 830 Euro statt bisher 780 Euro. Außerdem erhalten Auszubildende für den Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026 eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Als neue soziale Komponente wird der Urlaubstarifvertrag erweitert. Beschäftigte in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis erhalten ab 2026 jährlich eine steuer- und sozialversicherungsfreie Erholungsbeihilfe in Höhe von 156 Euro netto.

„Dank des Einsatzes und des starken Engagements der Beschäftigten in mehreren Metallhandwerk-Betrieben ist es uns gelungen, alle drei Elemente unserer Tarifforderung mit einem guten Ergebnis umzusetzen“, sagt Ralf Köhler, Verhandlungsführer der IG Metall. „Wir erkennen an, dass sich die Arbeitgeber im Innungsverband ihrer Verantwortung gestellt und mit uns gemeinsam faire Tarifkonditionen vereinbart haben.“

Auch Stefanie Jahn, Geschäftsführerin der IG Metall Oranienburg-Potsdam und Mitglied der Verhandlungskommission, wertet das Ergebnis als Erfolg. „Wir sind in allen drei Forderungsbereichen – spürbare Lohnerhöhung, überproportional höhere Ausbildungsvergütung, Einführung einer Sonderzahlung – ein gutes Stück vorangekommen“, betont Jahn. Angesichts der Laufzeit des Tarifvertrags bis Ende 2026 fügt sie hinzu: „Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde. Wir werden uns bereits im Herbst wieder zusammensetzen und gemeinsam mit den Beschäftigten diskutieren, wie unsere Forderungen für 2027 aussehen sollen.“ Stefanie Jahn unterstrich: „Wenn wir unsere Stärke in den Betrieben weiterhin dauerhaft und konsequent zeigen, können wir auch beim nächsten Mal selbstbewusst in die Verhandlungen gehen.“

Einen ersten Verhandlungstermin für die nächste Tarifrunde haben die IG Metall und der Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg bereits vereinbart: 11. November 2026.

Für das jetzt vereinbarte Tarifergebnis haben die IG Metall und der Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg eine Erklärungsfrist bis zum 14. August 2026 vereinbart, weil der Landesinnungsverband den Abschluss in den kommenden Tagen und Wochen noch mit seinen Mitgliedern besprechen möchte. Die Verhandlungskommission der IG Metall hat bereits zugestimmt. Wenn der Landesinnungsverband bis zum 14. August nicht widerspricht, gilt der Tarifvertrag in der vereinbarten Form. Der Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2026 kündbar.



PM Abschluss Metallhandwerk



Ergebnisplakat Metallhandwerk B-BB