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Pressemitteilung: Textil Ost
Arbeitgeberverband ohne eigenen Vorschlag beim Verhandlungsauftakt
Die Arbeitgeber der ostdeutschen Textilindustrie enttäuschen zum Verhandlungsauftakt die Erwartung der Beschäftigten. Das verkennt die Realität in den Betrieben.
Die Verhandlungskommission Textil Ost zeigt sich nach der ersten Verhandlungsrunde kämpferisch.
Zum Verhandlungsauftakt in der Tarifrunde der ostdeutschen Textilindustrie in Chemnitz ist der Arbeitgeberverband vti heute ohne eigenes Angebot an den Verhandlungstisch gekommen. Angesichts der angespannten Lage in den Betrieben erhöht dieses Vorgehen den Druck in der anstehenden Tarifauseinandersetzung.
Die Forderungen der Beschäftigten liegen seit Wochen klar auf dem Tisch: 5 Prozent mehr Entgelt, mindestens 150 Euro als soziale Komponente, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Verlängerung der tariflichen Altersteilzeit bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
„Die Preise steigen weiter – an der Supermarktkasse, bei der Miete und ganz aktuell auch wieder explosionsartig an der Zapfsäule. Die Beschäftigten zahlen das jeden Tag“, sagt Eileen Müller, Verhandlungsführerin der IG Metall. „Für Spielchen und Verzögerungstaktiken gibt es angesichts dieser Lage kein Verständnis. Wer ohne Angebot in diese Verhandlungen geht, verkennt die Realität in den Betrieben.“
Der Unmut der Beschäftigten wurde nach den Verhandlungen deutlich:
„Ich bin enttäuscht, dass die Arbeitgeber ohne Angebot an den Verhandlungstisch gekommen sind“, sagt Gunnar Kitzel, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsratsvorsitzender bei Paul Hartmann. „Unserem Unternehmen geht es gut, ich habe zumindest mit einer substanziellen Entgegnung gerechnet. Dass wir heute hier ohne Inhalte rausgehen, lässt mich kopfschüttelnd zurück.“
„Seit mehreren Wochen haben die Arbeitgeber unsere Forderungen auf dem Tisch. Jetzt mit gar nichts um die Ecke zu kommen, finde ich miserabel“, sagt Reiko Mothes, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsratsvorsitzender bei Adient. „Deswegen kann es jetzt nur für die Kolleginnen und Kollegen heißen: Raus am 24. März zur nächsten Verhandlung in Meerane zum Nachschärfen!“
Die Friedenspflicht endet am 31. März 2026. Bis dahin besteht die Möglichkeit, sich am Verhandlungstisch anzunähern. Ab dem 1. April 2026 sind Warnstreiks möglich.
Arbeitgeberverband ohne eigenen Vorschlag beim Verhandlungsauftakt
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